Pendlerpauschale : Die bisherigen Regelungen

Weil gegen die Abschaffung der Pendlerpauschale seit dem 1. Januar 2007 mehrfach geklagt wurde, entscheidet der Bundesfinanzhof über die Rechtmäßigkeit.

Mit der Pendlerpauschale können Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte steuerlich geltend gemacht werden. Die frühere rot-grüne Bundesregierung hatte 2001 eine einheitliche Entfernungspauschale unabhängig vom verwendeten Verkehrsmittel eingeführt. Seither konnte jeder Berufstätige den Aufwand für den Arbeitsweg steuerlich absetzen.

Zuvor gab es nur für Autofahrer eine Kilometerpauschale. Pendler bekamen zunächst für die ersten zehn Kilometer zum Arbeitsplatz jeweils 36 Cent und ab elf Kilometer je 40 Cent angerechnet. 2004 wurde der Betrag auf einheitlich 30 Cent je Kilometer gekürzt.

Nach einem Beschluss der großen Koalition aus Union und SPD sind Fahrtkosten seit 1. Januar 2007 nicht mehr als Werbungskosten anzusehen. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit können nur noch dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn die einzelne Fahrtstrecke länger als 20 Kilometer ist. Zur Vermeidung von Härten für Fernpendler wird die Entfernungspauschale von 30 Cent also nur noch vom 21. Kilometer an berücksichtigt. Viele Bürger klagten dagegen.

Der Bundesfinanzhof äußerte Zweifel, ob die Streichung für die ersten 20 Kilometer verfassungsgemäß ist. Pendler können daher zunächst ihre Pauschale vom ersten Kilometer an auf ihrer Lohnsteuerkarte für 2007 eintragen lassen. Bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts werden Einkommenssteuerbescheide für dieses Jahr für vorläufig erklärt. (mit ddp)

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