Pentagon : Mehr Anschläge im Irak

Die Lage im Irak hat sich nach einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums verschlimmert. Von Mitte August bis Mitte November sei die Zahl der Anschläge im Vergleich zu den Vormonaten um 22 Prozent gestiegen.

Washington - Ein Grund dafür sei der übliche Anstieg der Gewalttaten während des Fastenmonats Ramadan, heißt es in dem Pentagon-Bericht. Hauptziel der Anschläge seien mit 68 Prozent weiterhin die US-Truppen und ihre Verbündeten. Die Mehrzahl davon (54 Prozent) ereigne sich in den Provinzen Bagdad und el Anbar. Die Zahl der zivilen Opfer sei im beobachteten Zeitraum um zwei Prozent angestiegen.

Die negativsten Auswirkungen auf die Sicherheitslage hat dem Bericht zufolge die Miliz des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr, die so genannte Mehdi-Armee. Sie habe die irakische Zelle des Terroristennetzwerks El Kaida als gefährlichste Kraft abgelöst. "Die Gewalt im Irak stellt eine ernsthafte Bedrohung für den politischen Fortschritt dar", heißt es in dem Bericht. (tso/AFP)

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