PETN : Der Sprengstoff der Terroristen

Die zwei an Bord von Frachtflugzeugen mit Ziel USA gefundenen Pakete sollen den starken Sprengstoff PETN enthalten haben. Für das in Dubai abgefangene Paket wurde das von der dortigen Polizei bestätigt. PETN (Pentrit, Nitropenta) kann sehr schwere Detonationen erzeugen. Ausgelöst wird die Explosion durch einen Zünder oder durch große Hitze, etwa bei 175 Grad. In dem in Dubai gefundenen Paket befand sich der Polizei zufolge ein Computerdrucker, dessen Tintenpatronen PETN und Blei enthielten. Der Sprengsatz wurde demnach „auf professionelle Weise präpariert“ und mit einem Stromkreis versehen, der mit einer im Drucker versteckten Handykarte verbunden war.

Bereits bei dem vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit am ersten Weihnachtstag 2009 war PETN verwendet worden. Der Nigerianer Farouk Abdulmutallab hatte den Sprengstoff in seiner Unterwäsche eingenäht an Bord

geschmuggelt. Der Sprengsatz funktionierte nicht richtig, der 23-Jährige erlitt schwere Verbrennungen und konnte überwältigt

werden.

Auch beim „Schuh-Bomber“ Richard Reid wurde PETN gefunden. Der Brite hatte kurz vor Weihnachten 2001 auf einem Flug von Paris nach Miami versucht, in seinen Schuhen versteckten Sprengstoff zu zünden. PETN ist auch

Bestandteil des Plastiksprengstoffs Semtex
.

Der Sprengstoff war in den 60er Jahren erfunden worden und wird vom Militär, im Bergbau und der Bauwirtschaft genutzt. AFP

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