Politik : Petra Roth bleibt OB in Frankfurt

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Frankfurt/Main - Zum dritten Mal in Folge seit 1995 ist die CDU-Politikerin Petra Roth zur Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main gewählt worden. Bei der Direktwahl am Sonntag erhielt die 62- Jährige nach dem vorläufigen Endergebnis schon im ersten Wahlgang 60,5 Prozent der Stimmen. Der Frankfurter SPD-Vorsitzende Franz Frey kam nur auf 27,5 Prozent, wie die Stadt am Abend mitteilte. Roth – die erste Frau an der Spitze Frankfurts – war schon vor ihrer erneuten Wiederwahl das Stadtoberhaupt mit der längsten Amtszeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Rund 435 000 Frankfurter waren zu der Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung war mit 33,6 Prozent extrem niedrig. Von den acht Kandidaten neben Roth und Frey konnte Ulrich Wilken von der Linken/WASG mit 5,9 Prozent die meisten Stimmen verbuchen. Die übrigen Bewerber blieben alle unter drei Prozent.

Roth sagte nach ihrer Wiederwahl, sie sei „sehr erleichtert und sehr, sehr zufrieden“. Sie sprach von einer Bestätigung für ihre Person und ihre Politik sowie für die schwarz-grüne Koalition im Römer.

Frey räumte einen „persönlichen Erfolg für Petra Roth“ und eine persönliche Niederlage für ihn selbst ein. Er werde am 16. März nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden der Frankfurter SPD kandidieren, kündigte der 59-Jährige an. Frey gratulierte seiner Rivalin schon bald nach Schließung der Wahllokale. Die grüne Bürgermeisterin Jutta Ebeling sprach von einem „guten Ergebnis“ für Roth. „Es ist eine Bestätigung für die schwarz-grüne Koalition.“ Die größte Stadt Hessens wird seit der Kommunalwahl im März 2006 von einer schwarz-grünen Koalition regiert. Die Grünen hatten bei der OB-Wahl keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. dpa

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