Pharmakritiker : Entscheidung zu Arzneiprüfer vertagt

Die Zukunft des Arzneiprüfers Sawicki ist weiter ungewiss. Der Institutsleiter steht wegen seiner pharmakritischen Haltung unter Beschuss.

Berlin - Die heikle Personalie beschäftigte den Vorstand mehr als fünf Stunden. Doch zu einer Entscheidung über die Zukunft des obersten Arzneiprüfers und Leiters des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, konnten sich die fünf Mitglieder am Mittwoch noch nicht durchringen. Dem wegen seiner pharmakritischen Haltung unter Beschuss stehenden Institutschef, dessen Vertrag nun zur Verlängerung anstünde, waren zuletzt persönliche Verfehlungen, etwa falsche Spesenabrechnungen und das eigenmächtige Leasing von zwei Dienstwagen, vorgeworfen worden.

In der Sitzung seien „einige Verhaltens- und Abrechnungsfragen“ des Institutsleiters behandelt worden, teilte der Stiftungsvorstand mit. Sawicki sei ausführlich Gelegenheit gegeben worden, sich zu äußern. Über die Ergebnisse werde man den Stiftungsrat informieren und dann auf dessen Empfehlung warten. Die Kosten-Nutzen-Bewertungen des IQWiG entscheiden wesentlich darüber, ob die Krankenkassen bestimmte Arzneimittel oder Therapien erstatten. raw

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