Politik : Philippinen: Demonstranten fordern Rücktritt von Präsident Estrada

Gegner des philippinischen Präsidenten Joseph Estrada sind am Mittwoch erneut zu Tausenden auf die Straßen gegangen, um seinen Rücktritt zu fordern. Ausgelöst wurden die Proteste am Vortag durch die Entscheidung des Senatsgerichts, im Amtsenthebungsverfahren gegen Estrada die Konten des Präsidenten nicht offen zu legen. Die elf Ankläger des Repräsentantenhauses traten daraufhin geschlossen zurück. Sie begründeten ihren Protest damit, dass ihnen wichtige Dokumente vorenthalten worden seien, die die Korruptionsvorwürfe gegen Estrada bewiesen hätten. Ein faires Verfahren sei daher nicht mehr möglich. Mit seiner Entscheidung habe das Senatsgericht einen Freispruch praktisch vorweggenommen, kritisierten sie.

In Manila haben sich rund tausend Angestellte in Anzug und Krawatte den Demonstrationen angeschlossen. Estradas Anhänger versammelten sich am Präsidentenpalast, um ihm den Rücken zu stärken. Die Proteste verliefen in der Hauptstadt ebenso wie in anderen Metropolen des Landes friedlich. Mehrere Oppositionsgruppen hatten angekündigt, ihre Proteste so lange fortzusetzen und zu verstärken, bis sie ihr Ziel, den Rücktritt Estradas, erreicht haben.

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