Politik : Philippinen: Estrada darf nicht ausreisen

Die philippinische Regierung hat am Dienstag ein Ausreiseverbot für den früheren Präsidenten Joseph Estrada verhängt. Estrada müsse sich wegen Ermittlungen zum Vorwurf der Korruption und der Bereicherung im Land zur Verfügung halten, teilte das Justizministerium mit. Das Ausreiseverbot erstrecke sich auch auf Estradas Frau, seinen Sohn und verschiedene Freunde und Mitarbeiter. Das Ausreiseverbot für Estrada und 27 weitere Personen war vom Büro des Ombudsmannes beantragt worden. Der Ombudsmann hat nach philippinischem Recht dieselben Vollmachten wie ein Staatsanwalt. Ebenfalls am Dienstag fror die Regierung in Manila die Guthaben Estradas und seiner Frau wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. Die philippinische Steuerbehörde wies die betroffene Bank an, keine Abbuchungen von Konten Estradas und seiner Frau Luisa Ejercito mehr zu gestatten. Dies gelte auch für unter Decknamen geführte Konten.

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