Philippinen : Weltweit gesuchter Terrordrahtzieher getötet

Das philippinische Militär hat einen der weltweit meistgesuchten Terroristen auf der Insel Jolo bei einem Gefecht getötet. Die US-Regierung hatte auf Abu Solaiman ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Manila - Eine seiner Ehefrauen und ein Informant hätten Solaiman (41), Führungsmitglied der Terrorgruppe Abu Sayyaf, eindeutig identifiziert, sagte Armeechef Hermogenes Esperon. Der Philippiner Solaiman fungierte nach Angaben der amerikanischen Bundeskriminalpolizei FBI als Sprecher von Abu Sayyaf. Das philippinische Militär bezeichnete ihn als Chefplaner der Terrorgruppe. Auf deren Konto gehen zahlreiche Terroranschläge, sowie die Entführung der deutschen Familie Wallert und anderer Touristen von einer Urlaubsinsel in Malaysia Ostern 2000. Sie wurde erst nach Monaten im Dschungel und Zahlung eines Millionenlösegeldes auf den Philippinen freigelassen.

Solaiman steht auf der FBI-Liste der meist gesuchten Terroristen zusammen mit Al Qaida-Chef Osama bin Laden. Die Amerikaner führen den Mann unter dem Namen Janial Antel Sali Junior, alias "der Ingenieur", und geben sein Alter mit 42 an. Das FBI untersucht die Leiche nach Angaben des philippinischen Militärs noch, um selbst eine eindeutige Identifizierung vorzunehmen.

Amerikanische Experten waren nach Angaben des philippinischen Militärs auch dabei zu prüfen, ob Abu Sayyaf-Chef Khadafi Janjalani ebenfalls getötet wurde. Dafür wurden die Überreste eines Mannes in Jolo exhumiert, der im vergangenen September bei einem Gefecht ums Leben gekommen war.

Das philippinische Militär hatte im August vergangenen Jahres eine neue Offensive gegen muslimische Terrorgruppen im Süden des Landes begonnen. Dort werden Verantwortliche für die Bombenanschläge auf Bali 2002 und 2005 vermutet, bei denen zusammen mehr als 220 Menschen ums Leben gekommen waren. (tso/dpa)

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