Politik : Philippinischer Rebellenchef ist tot

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Manila - Mithilfe von Gentests haben Labors in den USA nach philippinischen Militärangaben den Tod des Anführers der Rebellengruppe Abu Sayyaf, Khadaffy Janjalani, bestätigt. Das hätten Analysen von Proben einer im Dezember auf der Insel Jolo gefundenen Leiche ergeben, sagte General Hermogenes Esperon am Samstag. Janjalani war bereits mehrfach für tot erklärt worden, ohne dass sich die Berichte bestätigten. Seine Rebellengruppe wird für eine Reihe von Anschlägen verantwortlich gemacht – auch für den Anschlag auf eine Passagierfähre, bei dem 2004 mehr als hundert Menschen ums Leben kamen. Im April 2000 brachten Abu-Sayyaf-Rebellen 21 Menschen in ihre Gewalt, darunter die deutsche Familie Wallert aus Göttingen.

Im Rahmen des seit Mitte vergangenen Jahres verstärkten Vorgehens gegen die Rebellengruppe, die nach Einschätzung der Regierungen in Washington und Manila Verbindungen zum Al-Qaida-Netzwerk von Osama bin Laden unterhält, war es im September auf Jolo zu Kämpfen mit Regierungssoldaten gekommen. Aus einem Grab nahe der Stadt Patikul hatte die Armee Proben der Leiche entnommen, die in den USA mit dem Erbgut eines inhaftierten Bruders des Rebellenführers verglichen wurden. AFP

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