Piraten : Hochseekrimi vor somalischer Küste

Der Kapitän in den Händen von Piraten, ein Seeräuber als Geisel der restlichen Besatzung: Vor der somalischen Küste spielt sich ein moderner Hochsee-Krimi ab.

SomaliaVor wenigen Stunden erst haben somalische Piraten das Containerschiff Maersk Alabama in ihre Gewalt gebracht. Wenig später bestätigte die dänische Reederei, dass die US-Crew die Kontrolle über das Schiff wiedererlangen konnte. Einer der Seeräuber befindet sich in der Gewalt der Besatzung. Die restlichen Piraten indes konnten den Kapitän gefangen nehmen. Nun laufen Verhandlungen über den Gefangenenaustausch. "Wir bieten ihnen an, was wir können", sagt der zweite Maat in einem kurzen Interview, "aber es läuft nicht so gut." Hoffnung setze er nun auf die Hilfe der Marine, deren nächstes Schiff aber etwa drei Stunden entfernt sei.

Das Container-Schiff Maersk Alabama ist mit 400 Containern Hilfsgütern beladen, die für Uganda und Somalia bestimmt waren. 232 davon gehören dem Welternährungsprogramm WFP. Immer wieder haben somalische Piraten in den vergangenen Monaten Schiffe gekapert, um Lösegelder zu erpressen. Die Deutsche Marine versucht in einem internationalen Verband von Kriegsschiffen, den Seeräubern Einhalt zu gebieten. Erst heute morgen wurden - nach mehrtägigem Kompetenzgerangel der Justiz - sieben gefangene Piraten nach Kenia überführt. weiterhin ungewiss hingegen ist das Schicksal der 24 Seeleute an Bord des Containerschiffs Hansa Stavanger, das am vergangenen Samstag 740 Kilometer vor Somalia überfallen wurde. (mm/dpa/Reuters)


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