Piraterie : Niederländische Marine befreit 20 Geiseln

Rettungsmission vor der somalischen Küste: Ein Einsatzkommando der niederländischen Marine hat 20 Menschen aus der Hand von Piraten befreit. Im Indischen Ozean wurde unterdessen ein belgisches Schiff offenbar Opfer einer Seeräuberattacke.

London/BrüsselBei den Geiseln soll es sich um Fischer aus dem Jemen handeln, berichtete der britische Sender BBC unter Berufung auf Nato-Angaben. Das Einsatzkommando nahm zudem sieben Piraten fest. Diese hatten zuvor im Golf von Aden einen griechischen Tanker angegriffen. Die niederländische Fregatte folgte einem Notruf der MT Handytankers Magic und schlug die Freibeuter zurück, die das Schiff mit Gewehren und Panzerfäusten attackiert hatten. Anschließend befreiten sie die 20 Menschen, die von den Piraten gezwungen worden waren, deren "Mutterschiff" zu steuern. Dieses dient den Seeräubern als Basis, um ihre Überfälle zu koordinieren, die sie mit kleineren Booten ausführen.

In jüngster Zeit haben die Piratenangriffe vor der somalischen Küste wieder zugenommen. Die Europäische Union will EU-Kreisen zufolge ihren Kampf gegen die Piraterie verstärken und weitere Kriegsschiffe in die Region schicken. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz.

Belgisches Baggerschiff wahrscheinlich in Piratenhand

Unterdessen ist ein belgisches Schiff im Indischen Ozean auf dem Weg zu den Seychellen offenbar von Piraten gekapert worden. Angaben der belgischen Regierung zufolge sandte das Schiff zwei "stille Notrufe" aus, war jedoch nicht über Funk erreichbar. Es handelt sich dabei um die 1988 gebaute Pompei im Besitz einer Reederei in Gent. Das Schiff mit einem Leergewicht von 1760 Tonnen ist für die Aufnahme von Steinen bei Baggerarbeiten gebaut. An Bord befinden sich zehn Mann Besatzung. (rf/dpa/Reuters)

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