Piraterie : Piraten greifen deutsche Marine an

Die Piraten am Horn von Afrika werden immer dreister. Nun griffen sie sogar ein Frachtschiff der deutschen Marine mit Handfeuerwaffen an. Die Soldaten erwiderten das Feuer, das Piratenboot konnte von einem griechisch-deutschen Team gestellt werden.

Der Marinefrachter "Spessart"
Der Marine-Betriebsstoffversorger "Spessart" im Golf von Aden. Die Soldaten an Bord konnten den Angriff abwehren, sieben Piraten...Foto: ddp

Berlin/DjiboutiZum ersten Mal haben Piraten am Horn von Afrika ein deutsches Schiff angegriffen. Dabei handelt es sich nach Bundeswehrangaben um den Betriebsstofftransporter „Spessart“ der Marine, der die deutschen Kriegsschiffe am Horn von Afrika insbesondere mit Treibstoff versorgt. Der 14.000-Tonnen-Frachter war am Sonntag von Seeräubern mit Handfeuerwaffen angegriffen worden. Daraufhin wurden sieben Piraten festgesetzt. Die Kieler Staatsanwaltschaft prüft derzeit ihre Zuständigkeit, dort ist der Stützpunkt der „Spessart“.

Die Piraten hatten im Golf von Aden den Frachter der „Rhön“-Klasse mit der Kennung A1442 beschossen, der von einer 40-köpfigen Zivilbesatzung gefahren wird. Die an Bord befindlichen Marinesoldaten, die den Transit begleiteten, erwiderten das Feuer. Nach einer Verfolgung des Piratenbootes konnten die Seeräuber von einem griechisch-deutschen Team gestellt werden. ddp

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