Politik : Plädoyer für milde Strafe im Islamisten-Prozess Urteil wird am 10. März erwartet

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Frankfurt (Main) (rtr). Im IslamistenProzess vor dem Frankfurter Oberlandesgericht hat die Verteidigung am Dienstag ihre Plädoyers abgeschlossen und für den vierten Angeklagten eine Haftstrafe von weit unter zehn Jahren gefordert. Die Verteidigung verlangte für zwei der Angeklagten kein konkretes Strafmaß und für den dritten eine Haftstrafe von nicht mehr als sieben Jahren. Das Urteil soll am 10. März verkündet werden.

Keiner der Angeklagten habe etwas mit dem internationalen Terrorismus oder mit Al Qaida und ihrem Chef Osama bin Laden zu tun, erklärte die Verteidigung. Der Bundesanwaltschaft sei es nicht gelungen, den Angeklagten nachzuweisen, dass sie Ende 2000 einen Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt geplant hätten. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der Anschlag der menschenleeren Synagoge in der elsässischen Stadt gegolten habe. Die Bundesanwaltschaft hatte wegen Verabredung zum Mord und Vorbereitung eines Anschlags Haftstrafen zwischen zehn und zwölfeinhalb Jahren für die vier Algerier gefordert. Den Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung hatte sie fallen lassen, um den Prozess abzukürzen.

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