Plagiatsaffäre : Merkel macht Druck auf Guttenberg

Im Fall zu Guttenberg hat die Universität Bayreuth Rückendeckung von Angela Merkel bekommen. Der Ex-Minister habe zur Aufklärung der Plagiatsaffäre "voll beizutragen", forderte die Kanzlerin.

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Stimme seiner (Ex-)Herrin: Angela Merkel macht Karl-Theodor zu Guttenberg eine klare Ansage.
Stimme seiner (Ex-)Herrin: Angela Merkel macht Karl-Theodor zu Guttenberg eine klare Ansage.Foto: dpa

Sie sagte nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag, sie erwarte von ihrem ehemaligen Minister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) in Bezug auf die Plagiatsvorwürfe zu dessen Dissertation, dass er „weiterhin zur Aufklärung voll beiträgt“. In der Affäre bleibt offen, ob der Abschlussbericht der Kommission zur Selbstkontrolle der Wissenschaft an der Hochschule veröffentlicht wird. Die Empfehlungen der Kommission sollen Ende April der Hochschulleitung übergeben werden.

Guttenberg hat gegen die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts Bedenken angemeldet. Seine Anwälte begründen dies mit Persönlichkeitsrechten. Einem Zeitungsbericht zufolge kommt die Kommission zu dem Ergebnis, dass Guttenberg bewusst Passagen anderer Autoren übernommen und dies nicht gekennzeichnet habe.

Die Plagiatsaffäre - Guttenberg bis zum Schluss
1. März 2011: Karl-Theodor zu Guttenberg bei seinem Abgang aus dem Amt des Bundesverteidigungsministers. Die Universität Bayreuth wirft ihm Anfang Mai "vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten" vor. Er habe "die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht."Weitere Bilder anzeigen
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06.05.2011 14:321. März 2011: Karl-Theodor zu Guttenberg bei seinem Abgang aus dem Amt des Bundesverteidigungsministers. Die Universität Bayreuth...

Die Staatsanwaltschaft im bayerischen Hof, die gegen Guttenberg ermittelt, wies am Montag einen Bericht des „Spiegels“ zurück, demzufolge die bayerische Justiz in der Angelegenheit derzeit nach Präzedenzfällen suche. Es gehe um Fälle, in denen Ermittlungen wegen Urheberrechtsverstößen mangels öffentlichen Interesses eingestellt worden seien und die Plagiatsaffäre möglicherweise keine strafrechtlichen Folgen haben werde. „Wir geben keinen Sachstandsbericht über ein laufendes Verfahren“, hieß es. (mit dpa)

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