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Plagiatsvorwürfe : Schavan muss um ihren Doktortitel bangen

18.12.2012 21:26 Uhrvon
Ob Bildungsministerin Schavan ihren Titel verliert, entscheidet der Fakultätsrat.Bild vergrößern
Ob Bildungsministerin Schavan ihren Titel verliert, entscheidet der Fakultätsrat. - Foto: dpa

Jetzt wird es ernst für die Bundesbildungsministerin. Die Promotionskommission der Uni Düsseldorf empfiehlt, Annette Schavan den Doktortitel zu entziehen. Ein Experte meint: Damit ist eine "kleine Vorentscheidung" gefallen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat im Verfahren um ihre unter Plagiatsverdacht stehende Dissertation eine Niederlage erlitten. Die Promotionskommission der Universität Düsseldorf kommt in ihrer Vorprüfung des Falls zu dem Schluss, Schavan müsse der vor 32 Jahren erworbene Titel entzogen werden. Eine entsprechende Empfehlung habe die Kommission dem Dekan der Philosophischen Fakultät „nach eingehender Prüfung der Arbeit und Anhörung der Betroffenen“ übermittelt, teilte die Universität am Dienstag mit.

Die Entscheidung, ob es tatsächlich zur Aberkennung des Titels kommt, fällt der Fakultätsrat, der die Promotionskommission mit der Prüfung beauftragt hatte. Hält der Fakultätsrat die von der Kommission ermittelten Befunde für „schwerwiegend genug“, eröffnet er das Verfahren zur Aberkennung des Titels. Schavan könnte sich dann dagegen vor Gericht wehren. Der Fakultätsrat mit 18 Mitgliedern der Professoren- und Studierendenschaft sowie des wissenschaftlichen Mittelbaus behandelt das Thema bei seiner Sitzung am 22. Januar. Ob dort bereits die Entscheidung fällt, ist nicht bekannt.

Michael Piper, der Rektor der Universität, sagte dem Tagesspiegel: „Das Recht, auch das Fakultätsrecht, gilt ohne Ansehen der Person.“ Es gehe um die Doktorarbeit der jungen Wissenschaftlerin Schavan, nicht um die Ministerin. Der Jurist Michael Hartmer, Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes, sprach auf Anfrage von einer „kleinen Vorentscheidung“: „Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Aberkennung kommt, ist jetzt ein bisschen größer.“ Die Fakultät bleibe aber Herrin des Verfahrens.

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