Politik : Plant Iran Schiitenstaat im Irak?

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Washington/Bagdad - Der neue US- Verteidigungsminister Robert Gates hat zu seinem Amtsantritt vor einem Scheitern der Irak-Politik seines Landes gewarnt. „Ein Fehlschlag im Irak wäre ein Unglück, das unsere Nation verfolgen würde, das unserer Glaubwürdigkeit schaden würde und das Amerikaner für Jahrzehnte in Gefahr bringen würde“, sagte Gates bei der Zeremonie zu seiner Amtseinführung im Pentagon. Der neue Minister ließ dabei weiter offen, wie er sich die künftige Irak-Strategie seines Landes vorstellt. Im Irak gab die US-Armee am Montag den Tod von drei weiteren Soldaten bekannt. Damit starben seit Monatsbeginn mindestens 64 US-Soldaten.

Gates kündigte an, Präsident George W. Bush mit „Aufrichtigkeit und ehrlichem Rat“ zur Seite zu stehen. Bush arbeitet derzeit an einer neuen Strategie für den Irak, die er nach dem Jahreswechsel bekannt geben will. Gates kündigte an, „sehr bald“ in den Irak zu reisen, um mit den dortigen Militärkommandeuren über den Fortgang des Einsatzes zu beraten.

Auf einem Markt in einem von Sunniten bewohnten Stadtteil im Süden der irakischen Hauptstadt explodierte eine Autobombe und riss fünf Menschen in den Tod. 19 Menschen wurden verletzt. In Baakuba gab es bei Überfällen vier Tote. In der nordirakischen Stadt Mossul erschossen Heckenschützen einen Gemeinderat. Einen Tag nach ihrer Entführung sind 15 Mitarbeiter des Roten Halbmondes in Bagdad freigelassen worden. Das Schicksal der anderen Verschleppten sei ungewiss, sagte eine Sprecher der Hilfsorganisation. Unterdessen unterzeichneten der Irak und Syrien in Damaskus eine Vereinbarung, in der sich beide Länder zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus verpflichten. AFP

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