Pleitebedrohte Inselrepublik : Euro-Finanzminister billigen Zypernhilfe endgültig

Das internationale Hilfspaket für Zypern steht. Es umfasst 10 Milliarden Euro. Die zugesagten Kredithilfen reichen allerdings bei weitem nicht aus, um den gesamten Finanzbedarf der von der Pleite bedrohten Inselrepublik zu decken.

Euro-Finanzminister billigen Zypernhilfe. Foto: dpa
Euro-Finanzminister billigen Zypernhilfe.Foto: dpa

Das internationale Hilfspaket für Zypern steht. Das sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Freitag in Dublin. Es umfasst 10 Milliarden Euro, von denen 9 von den Europartnern stammen, der Rest vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Paket bedarf auch noch der Zustimmung des Deutschen Bundestages.
Die zugesagten Kredithilfen reichen allerdings bei weitem nicht aus, um den gesamten Finanzbedarf der pleitebedrohten Inselrepublik zu decken. Dieser macht inzwischen 23 statt bislang gut 17 Milliarden Euro aus.

Allerdings muss Zypern die zusätzlichen Gelder selbst aufbringen, beispielsweise über einen Zwangsbeitrag von Anlegern mit Bank-Guthaben von mehr als 100 000 Euro. Geplant sind zudem höhere Unternehmenssteuern, eine Abgabe auf Kapitalgewinne und Einnahmen aus Privatisierungen. (dpa)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

9 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben