Politik : Politbarometer: Einbußen für SPD und CDU

Laut ZDF Politbarometer liegt die SPD weiter im Stimmungstief, aber auch die Union muss leichte Einbußen hinnehmen. CDU/CSU und FDP führen zusammen weiterhin klar vor Rot-Grün. (10.06.2005, 13:04 Uhr)

Berlin - Auch in der Kanzlerfrage liegt CDU-Chefin Angela Merkel mit 48 Prozent Zustimmung weiter vor Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit 41 Prozent. 18 Prozent der Wahlberechtigten sagten in der am Freitag veröffentlichten Umfrage, sie könnten sich vorstellen, ein Linksbündnis aus PDS und der Linkspartei WASG zu wählen.

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD nach der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen auf 29 Prozent - das ist ein Prozentpunkt weniger als vor zwei Wochen. CDU/CSU kämen auf 44 Prozent (minus 1), die Grünen unverändert auf 8 Prozent. Die FDP erreichte 7 Prozent (plus 1), die PDS erneut 5 Prozent. Die sonstigen Parteien erhielten zusammen 7 Prozent (plus 1).

Auch in der politischen Stimmung fällt die SPD weiter auf 26 Prozent (minus 1). Die Union büßt nach ihrem Anstieg infolge der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen fünf Punkte ein und kommt auf 47 Prozent. Die Grünen verbessern sich auf 9 Prozent (plus 2), die FDP kommt auf 7 Prozent (plus 2) und die PDS auf 5 Prozent (plus 1).

Während 18 Prozent der Befragten sich vorstellen könnten, das angestrebte Bündnis aus PDS und Wahlalternative Arbeit und Sozial Gerechtigkeit (WASG) zu wählen, käme dies für 79 Prozent nicht in Frage. Dabei halten 15 Prozent der SPD- und 21 Prozent der Grünen- Anhänger ein Votum für das Linksbündnis für möglich, aber nur 7 Prozent der Unions- und 9 Prozent der FDP-Anhänger. 86 Prozent der PDS-Anhänger könnten sich eine solche Wahl vorstellen.

Sollte die SPD die geplante Bundestagswahl gewinnen, erwarten 67 Prozent der Befragten eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, 25 Prozent glauben dies nicht. Bei einem Wahlsieg der Union gehen sogar 82 Prozent von einer solchen Steuererhöhung aus, 12 Prozent glauben dies nicht.

Bei der Bewertung der nach Meinung der Befragten zehn wichtigsten Politiker liegt weiterhin Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) vorn. Danach folgen Merkel, Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne), Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und auf Platz fünf Schröder.

(Die Forschungsgruppe Wahlen befragte in der Zeit vom 7. bis 9. Juni insgesamt 1298 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren 1,4 Prozentpunkte.) (tso)

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