Politik : Politbarometer: FDP stürzt weiter ab

Berlin - Nach Sparpaket und Dauerkrach in der Koalition ist die politische Stimmung in Deutschland umgeschlagen: Erstmals seit mehr als acht Jahren liegt die SPD in der politischen Stimmung nach dem aktuellen ZDF-Politbarometer wieder vor der CDU/CSU. Die FDP stürzt auf drei Prozent ab. Auch bei der Sonntagsfrage büßt die Koalition weiter Punkte ein und ist in der Umfrage von einer Regierungsmehrheit weit entfernt.

Der am Freitag veröffentlichten Befragung der Forschungsgruppe Wahlen zufolge erreicht die SPD in der politischen Stimmung 34 Prozent (plus drei Punkte), die CDU/CSU nur noch 32 Prozent (minus eins). Die Grünen erreichen 16 Prozent (minus eins) und die Linke elf Prozent (plus zwei). Die Sonntagsfrage sieht für die Großen besser aus (siehe Grafik). Zuletzt hatte die SPD im Februar 2002 und damit noch zur Regierungszeit von Rot- Grün bei den Stimmungswerten des Politbarometer vor der Union gelegen. Zwei von drei Deutschen sind der Befragung zufolge unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung.

Der Widerstand gegen den schwarz- gelben Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl, Christian Wulff, wächst. Die drei Wahlmänner der sächsischen FDP kündigten am Freitag in Dresden an, ihre Stimme dem rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck zu geben. Union und FDP haben nominell bei der Wahl eine Mehrheit von mehr als 20 Stimmen. Der frühere Ministerpräsident von Sachsen, Kurt Biedenkopf (CDU), forderte, die Wahl freizugeben. Tsp/rtr/dpa

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