Politbarometer : Leichter Aufwärtstrend für CDU

Die Union verzeichnet nach ihrem Umfragetief in den vergangenen Wochen erstmals wieder einen leichten Aufwärtstrend. Die SPD fällt dagegen in der politischen Stimmung zurück.

Mainz - Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten CDU und CSU laut aktuellem ZDF-Politbarometer um einen Punkt auf 34 Prozent zulegen. Hingegen würde sich die SPD um einen Punkt auf 31 Prozent verschlechtern, wie aus der in Mainz veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Wenig Bewegung gibt es demnach bei den Oppositionsparteien: Die FDP könnte unverändert mit elf Prozent rechnen, die Grünen weiterhin mit zehn Prozent. Die Linke.PDS käme auf neun Prozent (plus eins).

In der politischen Stimmung, bei der längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien eine geringere Rolle spielen als bei der Sonntagsfrage, verlor die SPD sogar vier Punkte und kam nur noch auf 29 Prozent. Die Union erreichte 36 Prozent und verbesserte sich damit ebenso um einen Punkt wie die FDP (elf Prozent) und Linke.PDS (acht Prozent). Die Grünen stagnierten bei elf Prozent.

Steinmeier bleibt "wichtigster Politiker"

Die Liste der wichtigsten Politiker wurde weiterhin angeführt von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) - sein Wert verschlechterte sich leicht von 1,7 auf 1,5. Auf Platz zwei folgte ebenfalls mit geringen Einbußen Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) mit 1,2 (zuvor 1,3). Der SPD-Chef und Mainzer Ministerpräsident Kurt Beck rückte mit unverändert 1,1 auf Platz drei vor, gefolgt von der Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel mit 1,0 (zuvor 1,1). Dahinter rangierten Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) unverändert mit 1,0, Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 0,8 (0,9), Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) mit 0,3 (0,4) und FDP-Chef Guido Westerwelle mit 0,1 (0,2). Schlusslichter blieben der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mit minus 1,0 sowie Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit minus 1,1.

Mit der Arbeit von Merkel als Kanzlerin zeigten sich 65 Prozent der Befragten eher zufrieden und 31 Prozent eher unzufrieden. 22 Prozent waren der Auffassung, der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe bessere Arbeit als seine Nachfolgerin geleistet - gegenteiliger Meinung waren 27 Prozent. 49 Prozent sahen keinen bedeutenden Unterschied. Für die Repräsentativumfrage interviewte die Forschungsgruppe Wahlen 1275 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte am Telefon. (tso/AFP)

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