POLITBAROMETER : Mehrheit der SPD-Wähler für Koalitionsvertrag

Die Mehrheit der Bundesbürger findet dem aktuellen Politbarometer im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel zufolge den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD im Grundsatz gut. Während sich insgesamt 52 Prozent der Bundesbürger in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für den Koalitionsvertrag aussprachen, war die Zufriedenheit bei Anhängern der Union und der SPD überdurchschnittlich hoch: 65 Prozent der Anhänger der Union und 64 Prozent der SPD-Wähler befürworteten die Vereinbarungen.

Ein besonders positives Echo fand unter den Befragten dabei die vereinbarte abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren – 90 Prozent befürworteten die Neuerung. Auch die Ausweitung der Mütterrenten stieß bei 86 Prozent auf Zustimmung. Ähnlich positiv wurde die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro bewertet, den 82 Prozent guthießen.

Zurückhaltender war die Resonanz auf die geplante Maut für Pkws ohne Mehrbelastungen für Inländer, die 68 Prozent befürworteten. Dass sich in Deutschland geborene Kinder mit ausländischen Eltern in Zukunft als Erwachsene nicht mehr für eine Staatsbürgerschaft entscheiden müssen, fanden 56 Prozent der Befragten gut.

Eine große Koalition wird keine größeren Veränderungen bei der sozialen Gerechtigkeit herbeiführen, erklärten 67 Prozent der Befragten. Falls es nicht zu einer großen Koalition kommen sollte, plädieren 52 Prozent der Bundesbürger für Neuwahlen – eine Lösung, die vor allem von Anhängern der Union und der SPD befürwortet wurde. 23 Prozent sprachen sich für die Bildung einer schwarz-grünen und 19 Prozent für eine rot-rot-grüne Regierung aus.

Kaum Veränderungen gab es im Vergleich zum letzten Politbarometer von Anfang November bei der Sonntagsfrage: Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden nach wie vor 42 Prozent der Befragten die Union und 26 Prozent die SPD wählen.

Die Skala der beliebtesten

Politiker
wird weiterhin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Wert von 2,3 (Anfang November: 2,4) angeführt, gefolgt von der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), die jeweils auf einen Wert von 1,5 kommen. Tsp

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