Politik : Politbarometer: Merkel und Gysi werden immer beliebter

Für das Politbarometer hat die Forschungsruppe Wahlen vom 10. bis 13.Dezember etwa 1900 Wahlberechtigte befragt.

In der Wählergunst haben nach dem CDU-Parteitag und dem Beginn der rot-roten Koalitionsverhandlungen in Berlin Angela Merkel und Gregor Gysi am stärksten gewonnen. CDU-Chefin Merkel verbesserte sich im Politiker-Ranking um zwei Plätze. Bei der Kanzlerfrage legte sie im Vergleich zu CSU-Chef Stoiber ebenfalls deutlich zu, ohne allerdings dessen Umfragewerte zu erreichen. Am beliebtesten unter den zehn wichtigsten Politikern ist nach wie vor Außenminister Fischer. Ihm folgen Kanzler Schröder, CSU-Chef Stoiber und Innenminister Schily, der sich um einen Rang verbesserte. Grafik:
Sonntagsfrage
Beurteilung der Politiker Bei der Frage nach dem gewünschten Kanzlerkandidaten liegt Stoiber mit 40 Prozent (Oktober: 43) immer noch klar vor der CDU-Chefin. Allerdings hat Merkel mit jetzt 28 Prozent acht Prozent hinzugewonnen. Aufgeschlüsselt nach dem Persönlichkeitsprofil führt Stoiber bei Tatkraft, Siegertyp und Wirtschaftskompetenz, Merkel bei Glaubwürdigkeit und Sympathie.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die Union im Vergleich zum Vormonat einen Punkt verlieren und käme nur noch auf 37 Prozent. Die SPD würde unverändert 41, die Grünen fünf, die FDP sieben und die PDS sechs Prozent erzielen. Sonstige Parteien kämen auf vier Prozent. Damit gäbe es keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Bundestag.

Nach der Vertrauensfrage von Bundeskanzler Schröder ist die Zustimmung zur Koalition aus SPD und Grünen etwas größer geworden. Dennoch sprachen sich nur 20 Prozent der Befragten für eine Fortsetzung des rot-grünen Bündnisses aus (November: 16 Prozent). Ein rot-rotes Bündnis in Berlin lehnen 45 Prozent der Bundesbürger ab. 31 Prozent fänden einen solchen Senat gut. Gegenüber Oktober stieg die Zahl der Befürworter um 14 Prozent. Auch bei den Anhängern der SPD findet ein rot-rotes Bündnis jetzt weit mehr Akzeptanz als vor den Wahlen. Damals begrüßten nur 19 Prozent eine Zusammenarbeit mit der PDS, jetzt sind es 39.

Der noch im November zum wichtigsten politischen Problem erklärte Themenkomplex Terror und Afghanistan beunruhigt nur inzwischen nur noch 23 Prozent der Deutschen. Die Mehrheit sorgt sich jetzt wieder - wie vor dem 11. September - am meisten über die Arbeitslosigkeit (62 Prozent).

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