"Politbarometer" : Schulz kommt nicht aus dem Umfragetief heraus

Nur 30 Prozent der Wähler wünschen sich Martin Schulz als Bundeskanzler. 25 Prozent der SPD-Wähler wünschen sich laut "Politbarometer" eine vierte Amtszeit von Angela Merkel.

Der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Martin Schulz kommt aus dem Umfragetief nicht hinaus.
Der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Martin Schulz kommt aus dem Umfragetief nicht hinaus.Foto: dpa

Auch sein „Zukunftsplan“ hilft SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht aus dem anhaltenden Umfrage-Tief heraus. Im „Politbarometer“ von ZDF und Tagesspiegel wünschen sich 59 Prozent Angela Merkel (CDU) als Kanzlerin und nur 30 Prozent Martin Schulz, ähnlich wie in den letzten beiden Monaten zuvor.

Schulz hatte den „Zukunftsplan“ vor anderthalb Wochen - zehn Wochen vor der Bundestagswahl - vorgelegt. Den Zehn-Punkte-Plan mit Maßnahmen für eine Modernisierung Deutschlands will er umsetzen, sollte er nach der Bundestagswahl im September Kanzler werden.

Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen dem „Politbarometer“ zufolge CDU/CSU auf 40 Prozent (unverändert) und die SPD auf 24 Prozent (unverändert). Die Linke erhielte 8 Prozent (minus 1), ebenso wie die Grünen und die FDP (beide unverändert). Die AfD würde sich mit 8 Prozent um einen Prozentpunkt verbessern.

Keine Mehrheit für Rot-Rot-Grün

Neben einer großen Koalition gäbe es damit auch eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grüne und FDP. Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel aus SPD, Grüne und FDP würde es nicht reichen.

Während die Unions-Anhänger mit 94 Prozent fast geschlossen hinter Merkel stehen, plädieren auch 25 Prozent der SPD-Anhänger für eine vierte Amtszeit der Kanzlerin. Sehr groß ist die Präferenz für Merkel bei FDP-Anhängern (82 Prozent), dagegen bevorzugen nur 47 Prozent der Grünen-Wähler, aber auch 42 Prozent der AfD-Anhänger Merkel gegenüber Schulz. (AFP/Reuters)

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