Politbarometer : Umfrage: Gysis Ausstieg wird der Linken schaden

Eine Mehrheit der Deutschen nimmt an, dass Gregor Gysis Abgang als Fraktionschef der Linkspartei nicht bekommt.

Nach der Ankündigung Gregor Gysis, nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linken kandidieren zu wollen, werden die Erfolgsaussichten der Partei von den Deutschen eher negativ eingeschätzt: 56 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Chancen der Linken sich jetzt eher verschlechtern, 31 Prozent rechnen mit wenig Auswirkungen, nur 6 Prozent meinen, die Erfolgsaussichten würden dadurch steigen. Ähnlich sind die Werte unter den Anhängern der Linken selbst. Das ergab das jüngste Politbarometer, das die Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim für Tagesspiegel und ZDF erhebt und für das 1230 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Deutschland telefonisch befragt wurden. Eine Mehrheit von 58 Prozent glaubt, dass die Linke im Bund eine Koalition mit SPD und Grünen anstreben wird, 33 Prozent glauben das nicht. Wenn es nach der nächsten Bundestagswahl zu Rot-Rot-Grün käme, fänden das allerdings 54 Prozent aller Befragten schlecht – im März waren es noch 62 Prozent. 26 Prozent hielten ein solches Bündnis für gut (März: 23 Prozent) und 18 Prozent wäre das egal (März: 12 Prozent).

Gestiegen ist die Zahl der Deutschen, die sich für ein Ausscheiden der Griechen aus dem Euro ausspricht. 51 Prozent der Befragten sind dieser Meinung, im März waren es nur 45 Prozent. Nur noch eine Minderheit von 41 Prozent befürwortet den Verbleib im Euro, im März waren es 49 Prozent. Gegen den sogenannten Grexit sind die Anhänger von Linken und Grünen, eher befürwortet wird er von Unions- und SPD-Anhängern. (Tsp)

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