Politbarometer : Union verliert an Zuspruch in der Bevölkerung

Die neuesten Umfragen verpassen CDU und CSU einen Dämpfer: Die Zustimmung in der Bevölkerung schrumpft. Das Ranking der wichtigsten Politiker führt aber weiterhin die Bundeskanzlerin an. Gysi und Lafontaine teilen sich die Schlussplätze.

Gysi und Lafontaine
Lafontaine und Gysi. Unwichtigste Politiker? -Foto: dpa

BerlinNach starken Zugewinnen Anfang November verliert die Union in der politischen Stimmung wieder leicht an Zuspruch. CDU/CSU fielen um zwei Prozentpunkte auf 41 Prozent, wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer ergab. Die SPD steigerte sich um einen Punkt auf 26 Prozent, FDP und Grüne verbesserten sich um jeweils einen Punkt auf elf beziehungsweise zehn Prozent. Die Linke kam auf acht Prozent und verlor damit einen Punkt.
  
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Parteibindungen sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Bei der so genannten Sonntagsfrage kam die CDU/CSU auf 39 Prozent (minus 1), die SPD würden unverändert 25 Prozent der Bundesbürger wählen. Die FDP bekäme unverändert elf Prozent, die Grünen könnten sich um einen Punkt auf zehn Prozent steigern. Ebenfalls zehn Prozent erhielte unverändert die Linke.

Die Top-Drei-Politiker bleiben
  
Die Top-Ten-Liste der wichtigsten Politiker führt wie schon vor zwei Wochen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Auf der Skala von plus fünf bis minus fünf erreichte Merkel einen Wert von 2,0. Die weiteren Plätze belegten Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 1,7 und Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) mit 1,4. Die Top-Drei-Politiker veränderten ihre Werte gegenüber der vorigen Umfrage nicht.
  
An vierter Stelle mit einem Wert von nur noch 1,0 (vorher 1,2) stand SPD-Parteichef Franz Müntefering. Unverändert mit 1,0 wurde Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) bewertet, gefolgt von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit einem Wert von 0,8 (zuvor 0,9). Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) und FDP-Chef Guido Westerwelle erreichten unverändert 0,4. Weiterhin am Schluss lagen die beiden Linken-Politiker Gregor Gysi mit minus 0,9 (zuvor minus 1,0) und Oskar Lafontaine mit minus 1,4 gegenüber minus 1,5 vor zwei Wochen.
  
Danach befragt, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler hätten, sprach sich mit 55 Prozent (minus 1) weiterhin eine Mehrheit für Merkel aus. Ihr Herausforderer Steinmeier steigerte sich um drei Prozentpunkte auf 31 Prozent. Unter den SPD-Anhängern war die Zustimmung für Steinmeier mit 59 Prozent weiterhin gering. Unter den Unions-Anhängern wünschten sich hingegen 85 Prozent Merkel als Kanzlerin.
  
Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1301 zufällig ausgewählte Bundesbürger. (mpr/AFP)

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