Politik : Politbarometer zeigt weniger Wechselstimmung

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Berlin Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl bessern sich die Umfragewerte der SPD. Im Stimmungstest des Politbarometers im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel kann die Partei von Kanzler Gerhard Schröder um vier Punkte auf 34 Prozent zulegen, die Union dagegen verliert zwei Punkte (42 Prozent) – ebenso wie die Grünen (6), während die FDP sich stabil bei 7 Prozent hält und die Linkspartei wieder einen Punkt zulegt (8). Da Stimmungen aber in der Regel nicht das zu erwartende Wahlergebnis wiedergeben, ergibt die Projektion der Forschungsgruppe Wahlen für den 18. September folgendes Ergebnis: Union 43 Prozent, SPD 32, Grüne und FDP je 7, Linkspartei 8. Damit hätte eine schwarz-gelbe Koalition weiterhin eine Mehrheit. Noch immer sind 28 Prozent der Befragten nicht sicher, welche Partei sie wählen werden.

Trotz wachsender Zuversicht im Unionslager sinkt die Wechselstimmung auf das niedrigste Niveau seit der Ankündigung von Neuwahlen vor gut drei Monaten: Nach 64 Prozent Anfang Juni sowie 57 Prozent Ende August meinen jetzt noch 53 Prozent der Befragten, dass es Zeit für eine neue Regierung wäre. Bei der Bewertung der Parteien liegt die SPD erstmals seit 2002 mit der Note 0 (auf der Skala von minus 5 bis plus 5) vor der Union (minus 0,1). Die Grünen liegen bei minus 0,8, die FDP bei minus 0,6. Erstmals seit der letzten Bundestagswahl wird zudem die Wirtschaftslage nicht mehr überwiegend negativ gesehen. Tsp

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