Politik : Politik und Ämter - die "Nebenjobs" des Ministerpräsidenten

Weil Bund, Länder und Gemeinden an vielen Unternehmen beteiligt sind oder sie besitzen, haben viele Politiker Posten in Aufsichtsgremien von Firmen. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Gerhard Glogowski nahm eine Vielzahl von Aufsichtsratsposten wahr. Dabei galt nach Auskunft der Staatskanzlei die Regel: Bei den Ämtern, die er im Auftrag des Landes wahrnahm, musste er alle Einkünfte über 10 800 Mark im Jahre an die Landeskasse abführen.

Für das Land saß Glogowski derzeit im Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns, der Norddeutschen Landesbank, der Expo-Gesellschaft und des Energieversorgers PreussenElektra. Bei VW ist es für Aufsichtsratsmitglieder üblich, kostenlos so genannte "Testwagen" zu fahren. Glogowskis Wagen wurde von seiner Frau benutzt.

In seiner Heimatstadt Braunschweig saß Glogowski darüber hinaus im Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH und der beiden Stadtwerke-Töchter Versorgungs- und Verkehrs AG. Bei den Braunschweigischen Kohlenbergwerken (BKB) war Glogowski ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat.

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