Politische Gewalt : Anschlag auf Gysis Wahlkreisbüro

Im Berliner Stadtteil Treptow haben vermutlich Rechtsextreme einen Anschlag auf das Wahlkreisbüro von Gregor Gysi verübt. Sie demolierten ein Fenster des Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag.

BerlinUnbekannte hätten ein Fenster des Ladenlokals im Stadtteil Oberschöneweide vermutlich mit Pflastersteinen so schwer beschädigt, dass es ausgetauscht werden müsse, teilte Linke-Fraktionssprecher Hendrik Thalheim mit. Die Scheibe zerbarst nur deshalb nicht, weil sie aus Sicherheitsglas besteht. Neben den Einschlägen habe "NPD jetzt" gestanden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen aufgenommen.

Nach Angaben eines Mitarbeiters aus dem Wahlkreisbüro ereignete sich der Anschlag vermutlich zwischen Samstagabend und Montagmorgen. Das Fenster habe einen Aufkleber des Bundes der Antifaschisten zu ihrer NPD-Verbotskampagne mit der Aufschrift: "NO NPD - NPD-Verbot jetzt" getragen. Der Aufkleber sei so abgerissen worden, dass nur noch die Worte "NPD jetzt" übrig geblieben seien, sagte der Mitarbeiter. Die Scheibe sei nicht durchschlagen worden, weil der Vermieter bereits vor Jahren Sicherheitsglas habe einbauen lassen. (mit dpa)

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