Politischer Aschermittwoch : Auch Seehofer will Guttenberg zurück

Comeback nach Kehraus? Die CSU geht mit einem Wunsch in den politischen Aschermittwoch: Die Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs in die Politik. Das strebe die Partei an, sagte CSU-Chef Horst Seehofer.

Der Traum von der neuen Zweisamkeit? CSU-Chef Seehofer mag wieder mit Guttenberg.
Der Traum von der neuen Zweisamkeit? CSU-Chef Seehofer mag wieder mit Guttenberg.Foto: dpa

Seehofer rechnet mit einem Comeback des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. „Er wird wieder zurückfinden in die deutsche Politik. Die CSU wird das nicht nur unterstützen, sondern auch anstreben“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Der Rücktritt habe an den politischen Qualitäten Guttenbergs nichts geändert.

Die CSU trifft sich heute zu ihrer traditionellen Aschermittwochskundgebung in Passau, zu der mehrere tausend Anhänger erwartet werden. Gut eine Woche nach dem Rücktritt Guttenbergs will Seehofer dabei versuchen, den Blick wieder nach vorne zu richten und der Partei neue Zuversicht zu vermitteln.

Der Parteichef verlangte erneut, die von Guttenberg begonnene Bundeswehrreform „finanziell ordentlich auszustatten“. Eine Reform nach Kassenlage dürfe es nicht geben. Die Bundeswehr müsse hoch attraktiv für junge Freiwillige gemacht werden - „auch durch Erhalt einer ausreichenden Präsenz in der Fläche“, sagte er der Zeitung.
Deutliche Worte fand Seehofer zur neuerlichen Islam- und Integrations-Debatte. „Kultur und Entwicklung unseres Vaterlandes sind zweifelsohne durch die christlich-abendländische Kultur, die jüdischen Wurzeln und die Aufklärung geprägt. Das kann man doch im Ernst nicht bestreiten“, sagte er. Natürlich gelte es trotzdem, Moslems wie allen Vertretern anderer Religionen respektvoll zu begegnen. „Die Religionsfreiheit ist ein Kernbestand unseres Landes.“ (dpa)

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