Politik : Polizei verschärft Sicherheitsvorkehrungen

Nach den beiden blutigen Selbstmordanschlägen vom Wochenende hat die Polizei in Sri Lanka am Montag ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Besonders stark wurde Präsidentin Chandrika Kumaratunga abgeschirmt, die bei einem der Anschläge am Sonnabend Verletzungen im Gesicht davongetragen hatte.

Zur Begründung für die Maßnahmen hieß es, es lägen Informationen darüber vor, dass sich in der Hauptstadt noch weitere tamilische Attentäter aufhielten, die vor der Wahl am Dienstag nochmals einen Anschlag auf Kumaratunga versuchen könnten. Kumaratunga wurde am Montag aus der Klinik entlassen und in ihr schwer bewachtes Haus gebracht.

Aus dem Norden des Landes wurden indessen weitere Angriffe tamilischer Rebellen gemeldet. Kämpfer der Guerillagruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) griffen am Montag zwei Stützpunkte der Streitkräfte in der Nähe des strategisch wichtigen Elefantenpasses an, der den Zugang zwischen dem Festland und der Halbinsel Jaffna im Norden bildet. Sollte den Rebellen die Eroberung des Passes gelingen, läge die Wiedereroberung der Stadt Jaffna, die ihnen 1995 von den Regierungstruppen abgenommen worden war, in greifbarer Nähe.

Ein Regierungssprecher erklärte unterdessen, es seien seit dem Beginn der jüngsten LTTE-Offensive am 11. Dezember rund tausend Rebellen getötet oder verwundet worden. Die Verluste der Regierungstruppen gab er mit 87 Toten und 870 Verwundeten an.

Bei den Bombenanschlägen am Sonnabend wurden insgesamt 33 Menschen getötet und 137 verletzt. Trotz der Gewalt soll die Wahl wie geplant stattfinden. Präsidentin Kumaratunga appellierte am Sonntag aus dem Krankenhaus heraus im Fernsehen an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren. Die Tamilen forderte sie auf, dem Terrorismus der LTTE eine Absage zu erteilen. Die Befreiungstiger werden allgemein für die Selbstmordanschläge vom Sonnabend verantwortlich gemacht, obwohl sie sich öffentlich nicht dazu bekannten.

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