Politik : Porträt: Peter Turkson

Peter Kodwo Appiah Turkson stammt aus Ghana und zählt mit 56 Jahren zu den Junioren im Kardinalskollegium. Er ist weit herumgekommen.

Nairobi (15.04.2005, 13:08 Uhr) - Seinen ersten Abschluss in Theologie machte er in New York, anschließend ging er nach Rom, um dort am Päpstlichen Bibelinstitut seine Doktorarbeit zu schreiben. Turkson spricht mehrere Fremdsprachen, unter anderem auch Hebräisch und Deutsch. Während seines Aufenthalts in Rom wurde er zum Bischof geweiht.

1992 kehrte er nach Ghana zurück und wurde zum Erzbischof von Cape Coast geweiht. Später wurde er Vorsitzender der Bischofskonferenz seines Landes und Kanzler der katholischen Universität in Ghana. In den vergangenen Jahren trat er unter anderem in einer Kommission des Umweltministeriums von Ghana für eine nachhaltige Entwicklung ein. Er gehört mehreren vatikanischen Kommissionen an und engagiert sich im Dialog mit den Methodisten. Johannes Paul II. ernannte ihn im Oktober 2003 überraschend zum Kardinal.

In einem Interview vor Beginn der Papstwahl nannte er als größte Herausforderung der Kirche, dass sie sich auf politischer Ebene einmischen müsse, um Konflikte zu verhindern. Es sei außerdem wichtig, dass ein Papst die Menschen in ihrer Sprache anreden könne - und wenn es jeweils nur ein paar Brocken seien. Turkson werden auf Grund seiner geringen öffentlichen Bekanntheit allenfalls Chancen als Überraschungskandidat eingeräumt. (tso) (tso)

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