Politik : Porträt: Rolf Breuer

Rolf Breuer scheut Konflikte nicht. Mit Interviewäußerungen zur mangelnden Kreditwürdigkeit des Medienmoguls Leo Kirch löste der einstige Deutsche-Bank-Chef eine beispiellose Prozesswelle aus.

Frankfurt/Main (09.05.2005, 18:26 Uhr) - Als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Börse stellte sich der 67-Jährige wochenlang vor Deutsche-Börse-Chef Werner Seifert und stritt mit dem Hedge-Fonds TCI um die richtige Strategie.

Breuers Karriere ist engstens mit der Deutschen Bank verbunden. Als Lehrling fing er nach dem Abitur 1956 dort an. Nur für das Studium verließ er das Geldhaus, zu dem er noch während seiner Jura- Promotion 1966 zurückkehrte. Es folgte ein schneller Aufstieg. 1974 übernahm er dort die Leitung der Börsenabteilung von Deutschlands größter Bank. Im Mai 1997 wurde der Vater von fünf Kindern Chef des Geldhauses, als er von dem vorzeitig ausscheidenden Hilmar Kopper den Posten des Vorstandssprechers übernahm. Mit dem Wechsel von der Vorstandsspitze in den Chefsessel im Deutsche-Bank-Aufsichtsrat beerbte er Kopper ein weiteres Mal.

Neben seinem Hauptberuf hatte Breuer stets viele weitere Ämter. Mehrere Jahre war er Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken. Darüber hinaus engagierte er sich auch in kulturellen Gremien wie bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart, im Förderkreis der Komischen Oper Berlin, in der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie und in der Kulturstiftung der Länder. Der Liebhaber klassischer Musik gilt als entscheidungsfreudig. Mit Joggen, Schwimmen, Wandern, Tennis, Golfen und Ski fahren hält sich der 67- Jährige fit. (tso)

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