Politik : Portugal ist wieder im Spiel

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Der portugiesische Stürmer Pauleta schoss gegen Polen drei Tore. Der bei Girondins Bordeaux unter Vertrag stehende Spieler war in der 14., 65. und 77. Minute erfolgreich. Für den Endstand sorgte der eingewechselte Rui Costa kurz vor dem Schlusspfiff. Nur mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Gastgeber Südkorea erreichen die Portugiesen noch sicher die Runde der besten 16 Teams. Dagegen ist die Mannschaft von Polen bereits ausgeschieden.

Vor 41 000 Zuschauern in Jeonju entwickelte sich bei teilweise strömendem Regen zunächst eine temporeiche Partie, mit guten Chancen auf beiden Seiten. Vor allem die portugiesische Offensivabteilung um Superstar Luis Figo wirkte deutlich engagierter als noch gegen die USA. Vor allem Pauleta wirbelte die aus den beiden Bundesliga-Spielern Tomasz Waldoch und Tomasz Hajto bestehende polnische Innenverteidigung mehrfach durcheinander.

In der selben Gruppe können Südkorea und die USA noch auf die Qualifikation für das Achtelfinale hoffen. Der späte Ausgleichstreffer durch einen Kopfball von Ahn Jung- hwan versetzte Südkorea in einen Freudentaumel. Mit dem verdienten 1:1-Unentschieden verteidigte das Gastgeberland mit vier Zählern die Spitzenposition in Gruppe D vor dem punktgleichen US-Team, das durch Clint Mathis nach herrlichem Pass von John O’Brien in Führung gegangen war. Vor enthusiastischen 60 000 Zuschauern in Daegu sicherte der US-Torwart Brad Friede seinem Team den einen Punkt. Kurz vor der Halbzeitpause hielt er einen Elfmeter des Südkoreaners Lee Eul-yong. Über die gesamte Spielzeit hinweg konnte Friede immer wieder Chancen der Gastgeber vereiteln.

Unterdessen steigerte sich die WM-Begeisterung in Südkorea nach dem Spiel zu einer regelrechten Massenhysterie. Mehr als eine Million Fans feierten den Ausgleich vor 70 Großbildschirmen im ganzen Land. Allein in Seoul drängten sich 450 000 bunt geschmückte Menschen auf den Straßen. Für das brisante Duell war aus Angst vor anti-amerikanischen Protesten ein Großaufgebot von Polizisten und Soldaten mobilisiert worden. Größere Zwischenfälle gab es bis zum Abend aber nicht.

In der Gruppe H droht unterdessen Belgien und Tunesien das Aus. Beide Mannschaften trennten sich am Montag mit einem 1:1-Remis, das ihnen kaum weiterhilft. Marc Wilmots hatte die Belgier nach einer knappen Viertelstunde in Führung gebracht. Schon vier Minuten später schaffte Raouf Bouzaiane mit einem Freistoß aus 22 Metern den Ausgleich. Die beiden Tore waren fast die einzigen Höhepunkte einer schwachen Partie vor 39 700 Zuschauern in Oita. Die Belgier (2 Punkte) treffen nun in ihrem letzten Spiel auf Russland (3), die Tunesier (1) treten gegen WM-Gastgeber Japan (4) an.

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