Portugal : Nahost-Quartett beginnt

Vertreter von USA, Russland, EU und Uno sind zu einem ersten Treffen mit dem neuen Sondergesandten Tony Blair zusammengekommen. Die Teilnehmer des so genannten Nahost-Quartetts sollten in erster Linie den genauen Auftrag Blairs definieren.

Blair
Lissabon: Tony Blair traf sich in seiner Funktion als Sondergesandter mit den Teilnehmern des Nahost-Quartetts. -Foto: AFP

LissabonDas so genannte Nahost-Quartett ist in Lissabon zu seinem ersten Treffen mit dem neuen Sondergesandten Tony Blair zusammengekommen. Dem Quartett, das sich um die Wiederbelegung des Friedensprozesses im Nahen Osten bemüht, gehören die USA, Russland, die EU und die UNO an. Die Teilnehmer sollten in erster Linie den genauen Auftrag Blairs definieren. Die USA, die in Lissabon von Außenministerin Condoleezza Rice vertreten wurden, möchten sein Mandat auf Hilfe beim Aufbau von funktionstüchtigen Institutionen eines Palästinenserstaates beschränken.
  
Die führende politische Rolle im Nahost-Friedensprozess beansprucht Washington dagegen für sich. Das bekräftigte Rice auf ihrem Flug nach Lissabon, nachdem US-Präsident George W. Bush am Montag bereits eine neue Friedensinitiative verkündet hatte. Diese sieht eine Konferenz von Palästinensern, Israelis und den umliegenden Staaten vor. Ägyptens Außenminister Ahmed Abul Gheit teilte in Kairo mit, die Konferenz werde im September gleichzeitig mit der UN-Vollversammlung stattfinden. Tagungsort sei aber nicht unbedingt New York. Am 31. Juli werde Rice sich im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich zur Vorbereitung mit arabischen Außenministern treffen. (mit AFP)

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