Politik : Post schafft bis zu 10500 Jobs in Leipzig

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Berlin /Leipzig Die Politik hat mit Begeisterung auf die Entscheidung der Post reagiert, ein neues Luftkreuz für den Güterverkehr in Leipzig zu bauen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sprach am Dienstag von einem „guten Tag für Ostdeutschland“, Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) von einem „großen Tag für unser Land“ und Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) freute sich über den „unglaublichen Erfolg“. Die Post-Frachttochter DHL will rund 300 Millionen Euro in ein neues europäisches Drehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle investieren. Nach Angaben der Post sollen bis 2012 bei der DHL 3500 Arbeitsplätze entstehen, weitere 7000 Jobs seien im Umfeld zu erwarten.

Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Post, erklärte den Zuschlag für Leipzig mit „langfristiger Planungssicherheit“. Auch ermögliche Leipzig „das nötige Wachstum von DHL für die Zukunft“. Bislang hatte die DHL ihr europäisches Drehkreuz in Brüssel; weil es dort Engpässe im Nachtflugbetrieb gab, suchte die Post eine Alternative. Dabei konnte sich Leipzig gegen einen französischen Standort nordöstlich von Paris durchsetzen. „Mit 10000 Arbeitsplätzen wird unser Unternehmen bei einer Ansiedlung einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der neuen Bundesländer und zum Aufbau Ost leisten“, sagte Zumwinkel.

Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) „hatte im Vorfeld des Zuschlags die Bundesregierung Leipzig und das Land Sachsen breit unterstützt“. So wurde DHL eine neue Start- und Landebahn zugesagt. Auch die Straßen- und Schienenverbindung zum Flughafen soll ausgebaut werden. Stolpe betonte ausdrücklich, dass die Entscheidung des Unternehmens für Leipzig „ausschließlich nach wirtschaftlichen Aspekten erfolgte“. Die Deutsche Post befindet sich noch immer mehrheitlich im Besitz des Bundes. Tsp/ms

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