Postengeschiebe : Nahles soll SPD-Vize werden

Der designierte SPD-Chef Matthias Platzeck will voraussichtlich die Parteilinke Andrea Nahles als stellvertretende Parteivorsitzende vorschlagen.

Berlin - Im Personalkonzept, das Platzeck den Spitzengremien am Abend vorlegen will, sei Nahles für den frei werdenden Platz der bisherigen SPD-Vize Heidemarie Wieczorek-Zeul vorgesehen, hieß es am Mittwoch in SPD-Kreisen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hatte am Dienstag nach einem Treffen mit Platzeck erklärt, Nahles sei für eine wichtige Rolle in der neuen SPD-Führung vorgesehen.

Nicht sicher ist jedoch, ob die Delegierten des SPD-Parteitags eine Kandidatur von Nahles mittragen werden. Sie wird von vielen in der Partei wegen ihres Beharrens auf den Posten des Generalsekretärs für den Rückzug von Parteichef Franz Müntefering verantwortlich gemacht. Gegen eine solche Lösung könnte auch sprechen, dass mit Beck und Nahles gleich zwei Politiker aus dem relativ kleinen SPD-Verband Rheinland-Pfalz in der engsten Führung vertreten wären.

Der Sprecher des SPD-Netzwerks, der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil, soll neuer Generalsekretär der SPD werden. Das berichtet der Berliner Tagesspiegel (Donnerstag-Ausgabe) unter Berufung auf SPD-Kreise. Heil selbst wollte die Entscheidung des designierten SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck gegenüber der Zeitung weder bestätigen noch dementieren.

Der in diesem Zusammenhang auch genannte designierte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bekam ebenfalls Unterstützung, den Posten des Generalsekretärs zu übernehmen. Der Sprecher der brandenburgischen Bundestagsabgeordneten, Peter Danckert, sagte der «Netzeitung», Gabriel sei einer der «wenigen Hoffnungsträger» in der SPD und auch für dieses Amt geeignet.

(tso/dpa)

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