Politik : Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) ordnet interne Untersuchung an

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, hat eine Untersuchung wegen einer möglichen Verstrickung des Auslandsgeheimdienstes in Waffengeschäfte angeordnet. Entsprechende Informationen der "Bild"-Zeitung wurden am Donnerstag aus Kreisen des BND bestätigt. Ein hoch gestellter Vertreter des Dienstes versicherte jedoch, es gebe bis jetzt keine Anhaltspunkte dafür, dass der BND in die Geschichte verstrickt sei. Wie "Bild" berichtete, geht es um angebliche Verbindungen CSU-naher Geheimdienstler zu dem in Kanada lebenden Karlheinz Schreiber. Gegen den einstigen Vertrauten des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß ermittelt die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen Bestechung im Zusammenhang mit Panzerlieferungen an Saudi-Arabien. Hanning, so wurde bestätigt, musste am Mittwoch bei der Sitzung des geheimen Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Bundestages Bericht erstatten. Die für die Kontrolle der Geheimdienste zuständigen Abgeordneten sind besonders an den alten CSU-Seilschaften im BND interessiert. Ein Abgeordneter bestätigte, dass die Geheimdienstkontrolleure Auskunft darüber haben wollen, ob der BND Verbindungen zu Schreiber hatte.

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