Politik : Präsident Isaias Afewerki offenbar zu Friedensgesprächen bereit

Einen Tag nach dem Truppenrückzug aus dem umkämpften Grenzgebiet am Horn von Afrika hat sich Eritrea nach Angaben der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit Äthiopien bereit erklärt. Wie der OAU-Vorsitzende und algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika am Freitag mitteilte, sollen die indirekten Verhandlungen am Montag beginnen. Die eritreische Regierung habe sich auch zum Rückzug aus den von Äthiopien beanspruchten Ortschaften Bada und Bure an der Ostgrenze bereit erklärt. Die Vereinten Nationen kündigten unterdessen Hilfslieferungen in das Krisengebiet an.

In einer Erklärung Bouteflikas hieß es, der eritreische Präsident Isaias Afewerki habe am Donnerstag schriftlich seine Bereitschaft zu Friedensgesprächen bekundet. Bouteflika werde sich nun um ein entsprechendes Zugeständnis Äthiopiens bemühen. Die Regierung in Addis Abeba hat in der Vergangenheit bereits mehrfach ihr Interesse an einer Wiederaufnahme von Verhandlungen erklärt, diese jedoch von einem Rückzug Eritreas aus Bada und Bure abhängig gemacht.

Die äthiopischen Streitkräfte setzten unterdessen ihren Vormarsch in Eritrea fort und meldeten die Einnahme der beiden Grenzstädte Zalambessa und Senafe. Ein Kommandeur, Oberst Mulu Ayenaw, sagte, die Truppen würden sich sofort zurückziehen, sobald Eritrea das gesamte äthiopische Gebiet geräumt habe. Am Donnerstag hatte Äthiopien den Sieg über das Nachbarland erklärt, nachdem die eritreischen Soldaten mit dem Rückzug begonnen hatten.

Die UN kündigten an, Lebensmittel im Wert von 7,4 Millionen Mark für die Flüchtlinge am Horn von Afrika zur Verfügung stellen.

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