Politik : Präsident verspricht politische Freiheiten

Einen Tag nach Verhängung des Ausnahmezustandes war die Lage im Sudan am Dienstag weiterhin ruhig. Präsident Omar Hassan el Baschir sicherte sich in Telefonaten mit arabischen Staats- und Regierungschefs die Unterstützung der Nachbarländer zu. Außerdem versprach der 55-jährige General Vertretern der sudanesischen Oppositionsparteien mehr politische Freiheiten.

Nach monatelangen Machtkämpfen in der sudanesischen Führung hatte Baschir am Montag seinen politischen Gegenspieler, Parlamentspräsident Hassan el Turabi, praktisch entmachtet. Baschir löste das Parlament auf und übernahm in der allein regierenden Nationalen Kongress-Partei das Kommando. Unklar bleibt, ob der Machtkampf damit beendet ist. Ägyptens Präsident Mubarak sagte Baschir unterdessen seine Unterstützung zu. Ägypten hatte Turabi mehrfach vorgeworfen, moslemischen Extremisten Unterschlupf zu gewähren.

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