Präsidentschaftswahl : Die Linke will Schwan nicht unterstützen

Nach Aussagen von Oskar Lafontaine wird Die Linke Gesine Schwan als Präsidentschaftskandidatin nicht unterstützen. Grund dafür seien politische Differenzen. Vielmehr will die Partei jetzt auf einen eigenen Kandidaten setzen.

Gesine Schwan
Gesine Schwan. Ob sie sich von der Linken wählen lassen will, hat sie bisslang offen gelassen.Foto: dpa

Die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan kann sich kaum noch Hoffnungen machen, bei der Bundespräsidentenwahl im nächsten Jahr Stimmen der Linkspartei zu bekommen. "Im Moment spricht nichts für die Wahl von Frau Schwan", sagte Linken-Partei- und Fraktionschef Oskar Lafontaine am Mittwoch dem Online-Magazin "Stern.de."

Zwei Argumente führte Lafontaine an, die gegen eine Unterstützung Schwans sprechen. Erstens sei mit ihr "keine Koalitionsperspektive" verbunden. Außerdem könne die Linkspartei Frau Schwan nur wählen, "wenn sie in inhaltlichen Fragen sehr überzeugende Antworten hätte, denen wir zustimmen können, also etwa in der Sozialpolitik." Dies sei jedoch nicht der Fall. "Insofern gibt es für uns keine Gründe, diese Kandidatin zu unterstützen."

Lafontaine sagte, dass seine Partei im Augenblick prüfe, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Endgültig entschieden werde darüber nach der Landtagswahl in Bayern im September. "Bis September haben ja noch alle Zeit, mit uns umzugehen", sagte der Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi in Berlin. Er erwarte vor allem Gesprächsbereitschaft der SPD und betonte, auf einen eigenen Präsidentschaftskandidaten verzichten zu können, wenn man dadurch einen politischen Wandel symbolisch unterstützen kann. (fg/ddp/AFP)

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