Präsidentschaftswahl : Lage im Kongo bleibt friedlich

Auch nach der Verkündung des vorläufigen Wahlergebnisses ist es im Kongo relativ ruhig geblieben. Die Uno-Truppe im Land bezeichnete den Urnengang inzwischen als "vorbildlich" und rief die Bürger zur Ruhe auf.

Kinshasa - Nach der Verkündung der vorläufigen Ergebnisse der Präsidentschaftswahl im Kongo hat die UN-Mission die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen. Die Monuc beglückwünsche die Kongolesen zum friedlichen Verlauf der Wahlen und rufe sie dazu auf, auch bis zur Veröffentlichung des Endresultats Ruhe zu bewahren, hieß es in einer Erklärung. Die Arbeit der Wahlkommission sei "vorbildlich" gewesen. Sprecher der Monuc und der EU-Mission Eufor erklärten, dass es in der Hauptstadt Kinshasa nach ihren Beobachtungen über Nacht ruhig geblieben sei. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass Jugendliche im Stadtviertel La Gombe Steine warfen, nach kurzer Zeit aber von der Polizei auseinander getrieben wurden.

Die unabhängige Wahlkommission (CEI) hatte zuvor den amtierenden Staatschef Joseph Kabila zum Sieger der Präsidentschaftswahl ausgerufen. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge kam Kabila in der Stichwahl auf 58,05 Prozent der Stimmen; sein Herausforderer Jean-Pierre Bemba erreichte demnach 41,95 Prozent. Ein Berater Bembas, Fidèle Babala, zweifelte Kabilas Wahlsieg an. Die Eile, mit der die Wahlkommission das vorläufige Ergebnis ausgerufen habe, obwohl noch Einsprüche anhängig seien, lasse ihre Unabhängigkeit zweifelhaft erscheinen, sagte Babala. Die Kandidaten können beim Obersten Gerichtshof drei Tage lang Beschwerde gegen den Wahlausgang einlegen. (tso/AFP)

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