Präsidentschaftswahl : Schwan und Gysi führen "privates Gespräch"

Vor einigen Wochen noch hatte Gesine Schwan die Linke scharf kritisiert. Nun hat sich die SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten mit Linke-Fraktionschef Gysi getroffen. Über den Inhalt gibt es widersprüchliche Informationen.

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Gesine Schwan -Foto: dpa

BerlinDie SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan, hat sich mit dem Fraktionsvorsitzenden der Linken, Gregor Gysi, zu einem vertraulichen Gespräch getroffen. Einen entsprechenden Bericht von "Spiegel online" bestätigte eine Sprecherin der Linke-Fraktion. Gysi ließ erklären, es habe sich um ein "rein privates Gespräch" gehandelt.

"Spiegel online" zufolge loteten sie die Möglichkeiten für eine Wahl Schwans mit Hilfe der Linken aus. Die Linke knüpfe Bedingungen an eine Mitwahl Schwans. Dazu gehöre eine Normalisierung des Verhältnisses zur SPD. Die Linke will sich nach der Landtagswahl in Bayern Ende September entscheiden, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellt.

Schwan hatte allen im Bundestag vertretenen Fraktionen ein Vorstellungsgespräch angeboten. Union und FDP, die sich für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Horst Köhler aussprechen, wollen das Angebot nicht annehmen. Schwan hatte nach ihrer Nominierung auch ausdrücklich um Stimmen der Linken geworben, deren Partei und den Vorsitzenden Oskar Lafontaine aber zugleich scharf angegriffen. (sf/dpa)

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