Politik : Prag stellt Zahlung für Deutsche in Aussicht

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(dpa). Der tschechische VizeMinisterpräsident Petr Mares hat Details einer möglichen Zahlung an Angehörige der deutschen Minderheit genannt. Empfänger sollen Deutsche sein, die nach dem Krieg in Tschechien diskriminiert wurden, indem ihre Arbeitspflicht nicht korrekt auf die Rente angerechnet wurde. Berichten zufolge könnte dies etwa 3000 Personen betreffen. Aus Mitteln des DeutschTschechischen Zukunftsfonds sollten etwa 1,5 Millionen Euro für die „Geste“ freigemacht werden, sagte Mares der Zeitung „Hospodarske noviny“.

Der Bund der Vertriebenen (BdV) forderte Tschechiens Regierung auf, Gespräche mit den Sudetendeutschen aufzunehmen. Bislang verweigere Prags Regierung den Dialog, kritisierte BdV-Vorsitzende Erika Steinbach im Deutschlandradio Berlin. Mit anderen Ländern, in denen Vertriebene gelebt hätten, gebe es konstruktive Gespräche. Ein Beispiel sei die Slowakei. Das tschechische Außenministerium teilte mit, dass Prag nur Regierungen als Verhandlungspartner anerkenne.

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