PRESSESTIMMEN : „Die Katastrophe wurde vermieden“

„Le Monde“ (Paris):

„Angela Merkel hat selbst das Geheimnis ihres Erfolges genannt: ,Es lohnt sich, hartnäckig zu sein.‘ Mit Unterstützung ihrer europäischen Partner (…) setzt Merkel damit einen fast fehlerfreien diplomatischen Parcours fort. (…) Es gibt keinen Grund, warum sie in Brüssel weniger gewandt sein sollte als in Heiligendamm.“

„Tages-Anzeiger“ (Zürich): „Die G 8 will so weiterwursteln wie bisher. Sie nährt damit den Verdacht, dass ihr an Eigeninteressen – politischem Einfluss und Zugang zu Rohstoffen – doch mehr gelegen ist als an einem ,geretteten‘ Afrika.“

„La Repubblica“ (Rom): „Gemessen an seinen Ergebnissen kann man den G-8-Gipfel in der Tat nicht als besonders positiv bewerten, wenn auch die Katastrophe, die zuvor möglich erschien, vermieden wurde. Aber aus ihrer Sicht trägt die deutsche Bundeskanzlerin einen persönlichen Triumph nach Hause, der sie als die unbestrittene politische Führerin unter den Europäern erscheinen lässt.“

„Times“ (London): „Der Vorzug dieser verbesserten Afrika-Strategie der G 8 besteht darin, dass sie zwar schwach ist in der Rhetorik nach dem Motto ,Macht Armut zur Vergangenheit‘, aber stark bei spezifischen Zielsetzungen. (…) Das ist endlich mal eine sinnvolle Afrika-Strategie.“

„Corriere della Sera“ (Mailand): „Das Problem der G-8-Gipfel ist, dass sie nicht gerade ein Modell für politische Glaubwürdigkeit sind: Ihre Versprechungen lösen sich häufig in Luft auf.“

„La Libre Belgique“ (Brüssel): „Die Euphorie über den ,klimapolitischen Durchbruch‘ verschleiert ein wenig die Tatsache, dass weder Washington noch die in Heiligendamm anwesenden großen Schwellenländer verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion akzeptiert haben.“

„Basler Zeitung“: „Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte die Armut bekämpfen, der Globalisierung ein menschliches Gesicht verleihen und den Klimawandel aufhalten. Gelungen ist ihr nichts davon. Als würden Klimaerwärmung und Ungleichheit nicht längst uns alle bedrohen, glauben die Mächtigen der Welt, sie könnten sich weiterhin mit Versprechen und Absichtserklärungen aus der Affäre ziehen.“dpa

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