Politik : Prodi sagt Beitrittskandidaten Unterstützung zu

Es ist das Ziel der Europäischen Union, dass Rumänien "in wenigen Jahren wirtschaftlich und politisch ein Teil Europas wird". Das erklärte der Präsident der EU-Kommission, Romano Prodi, am Donnerstag bei seinem offiziellen Besuch in Bukarest. Das Investitionsklima in Rumänien solle bis dahin "genauso wie in Deutschland, Italien, Frankreich oder wo immer in Europa werden", sagte Prodi.

Der rumänische Ministerpräsident Mugur Isarescu versprach, die Reformen - ungeachtet dessen, dass 2000 in Rumänien Wahljahr ist - voranzutreiben. Er bekräftigte, man habe in Bukarest verstanden, dass die außergewöhnlich hohen Finanzmittel von der EU, die von diesem Jahr an Rumänien zur Verfügung stehen, nur für Reformprogramme ausgegeben werden können.

Prodi versicherte, dass die EU mit Rumänien hierzu eng zusammenarbeiten wolle. Der mitgereiste EU-Kommissar für die Erweiterung, Günter Verheugen, sei dabei, eine EU-Arbeitsgruppe zusammenzustellen, die jedes einzelne Ministerium in Rumänien beraten solle. Die EU will Rumänien in diesem Jahr 640 Millionen Euro zur Verfügung stellen - etwa das Vierfache dessen, was Rumänien bisher jährlich von der EU bekam. Prodi und Verheugen begannen mit Rumänien eine Serie von Besuchen der Länder, die beim EU-Gipfeltreffen in Helsinki zu Aufnahmeverhandlungen eingeladen wurden.

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