Politik : Prodi wehrt sich gegen Korruptionsvorwürfe Kommission prüft Firmenkauf

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Rom (dpa). EUKommissionspräsident Romano Prodi will sich vor einem Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments gegen den Vorwurf der Korruption zur Wehr setzen. Prodi und andere Politiker der Opposition werden von einem Geschäftsmann beschuldigt, 1997 im Zuge des Kaufs eines Anteils an der serbischen Telekom durch die italienische Telekom Schmiergelder kassiert zu haben. Prodi war zu diesem Zeitpunkt italienischer Ministerpräsident. In einem Schreiben, das Donnerstag von italienischen Medien zitiert wurde, bezeichnete Prodi die Vorwürfe als „verleumderisch“. Er werde vor der Kommission klarstellen, dass er mit dem Kauf nichts zu tun gehabt habe. Der Geschäftsmann Igor Marini, der den Fall ins Rollen gebracht hat, hat bisher keine schlüssigen Beweise für seine Behauptungen vorgelegt. Die Untersuchungskommission ist von der Mitte-Rechts- Koalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi ins Leben gerufen worden. Die Opposition sieht darin den Versuch, Prodi zu diskreditieren, weil er bei den Parlamentswahlen 2006 als Spitzenkandidat des Mitte-Links-Bündnisses antreten soll.

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