Profilierter SPD-Politiker : Hans Matthöfer ist tot

Der SPD-Politiker und frühere Bundesfinanzminister Hans Matthöfer ist tot. Wie der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel am Sonntag auf dem SPD-Parteitag in Dresden mitteilte, starb Matthöfer im Alter von 84 Jahren nach langer Krankheit.

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Politische Freunde. Helmut Schmidt und Hans Matthöfer beim Segeln.Foto: dpa

Gabriel würdigte Matthöfer, der seit 1950 der SPD angehörte, als herausragenden Sozialdemokraten, der mitgeholfen habe, die Welt solidarischer und lebenswerter zu gestalten. „Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet und sind stolz darauf, dass er einer der Unsrigen war.“

Der am 25. September 1925 in Bochum geborene Matthöfer stammte aus einer Arbeiterfamilie und setzte sich als junger Mann für die Befreiung Spaniens von der Diktatur ein. 1961 wurde er in den Bundestag gewählt, dem er bis 1987 angehörte. 1972 wurde er Staatssekretär im Entwicklungshilfeministerium. 1974 berief ihn Helmut Schmidt zunächst als Forschungsminister in sein Kabinett, 1978 wurde Matthöfer dann Bundesminister der Finanzen. 1982 war er kurzzeitig auch Postminister. Von 1985 bis 1987 übernahm er das Amt des Schatzmeisters der SPD.

Gabriel betonte, in allen Funktionen habe Matthöfer für die Sozialdemokratie und für Deutschland Herausragendes geleistet. Mit seinem Einsatz für die Konsolidierung des Bundeshaushaltes und einer zeitgemäßen Konjunkturpolitik habe sich Matthöfer Achtung und Respekt über alle Parteigrenzen hinweg erworben. „Niemals ließ er sich in seinen politischen Überzeugungen beirren. Sein Lebenswerk steht beispielhaft für die Kraft und den Mut der Arbeiterbewegung.“

 Die nordrhein-westfälische SPD-Landeschefin Hannelore Kraft bezeichnete Matthöfer als „großen Sozialdemokraten“. „Er kämpfte für seine Überzeugungen, insbesondere für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. In den fast sechs Jahrzehnten seiner SPD-Mitgliedschaft hat er sich um das Land und um die Sozialdemokratie verdient gemacht“, erklärte Kraft. (ddp)

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