Politik : Propaganda unter Freunden

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Das amerikanische Verteidigungsministerium erwägt geheime Propagandaoffensiven gegen antiamerikanische Stimmungen in Deutschland. Der Vorschlag, der auch die Bestechung von Journalisten beinhalte, soll laut einem Bericht der „New York Times“ zu einem heftigen Streit innerhalb der Bush-Regierung geführt haben. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe über den Plan zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung in befreundeten Nationen noch nicht entschieden. Er sei aber sehr frustriert über die negativen Reaktionen auf Amerikas Vorgehen gegen den Terrorismus.

Der Vorschlag sieht angeblich vor, Journalisten für Amerika-freundliche Berichte zu bezahlen und Demonstrationen verdeckt zu finanzieren. Außerdem werde über die Gründung moderater Islam-Schulen und Moscheen nachgedacht. Während geheime Propaganda-Maßnahmen in feindlichen Staaten nicht umstritten sind, wird die Ausdehnung der Offensiven auf verbündete Länder von Teilen der Regierung sehr skeptisch gesehen. Bereits im vergangenen Februar musste Rumsfeld die Behörde zur Strategischen Einflussnahme auflösen, die Journalisten mit falschen Meldungen füttern sollte. dab

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