Politik : Protestanten reicht IRA-Entschuldigung nicht

NAME

Belfast/London (dpa). Eine Entschuldigung der republikanischen Untergrundorganisation Nordirlands (IRA) für Hunderte von Opfern ihres drei Jahrzehnte währenden Terrors ist in Nordirland auf ein unterschiedliches Echo gestoßen. Während der britische Premier Blair und verschiedene Politiker in London und Dublin die Entschuldigung als positives Zeichen für die Fortsetzung des in eine Krise geratenen Friedensprozesses werteten, bezeichneten Vertreter der pro-britischen Protestanten sie als „völlig ungenügend“. In einer Erklärung in der Zeitschrift „An Phoblacht“ hatte die IRA den Angehörigen der Opfer eines besonders schweren Anschlags „unsere aufrichtige Anteilnahme“ ausgesprochen. Am 21. Juli 1972 wurden in Belfast neun Menschen getötet und 130 verletzt, als die IRA am so genannten „Blutigen Freitag“ 27 Bomben explodieren ließ.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben