Politik : Proteste gegen Neonazi-Kundgebungen

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(dpa). Rund 1700 Menschen haben am Samstag in München, Wilhelmshaven und Weimar gegen Aufmärsche der NPD protestiert. Nach Polizeiangaben verliefen die Demonstrationen weit gehend friedlich. Die Beamten nahmen aber Dutzende Teilnehmer vorübergehend fest oder in Gewahrsam und erteilten zahlreiche Platzverweise. Allein in Wilhelmshaven protestierten mehr als 1000 Menschen gegen die Demonstration der etwa 100 Rechtsextremisten. In München liefen rund 400 Gegendemonstranten unter „Nazis raus“Rufen neben dem Zug der etwa 100 Neonazis her und versuchten mehrfach, ihn aufzuhalten. Der Aufmarsch legte den Verkehr in der Innenstadt zeitweise lahm.

In Weimar hatte die Stadtverwaltung verhindert, dass die 110 Rechten durch die Innenstadt marschieren konnten. Rund 300 Menschen begleiteten deren Umzug mit ihrem Protest. Oberbürgermeister Volkhardt Germer (parteilos) sagte, in einer weltoffenen Stadt sei kein Platz für Neonazis.

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